Ich betreibe seit 1992 Weinbau aus Leidenschaft.

 

Mich fasziniert die Natur welche durch das Zusammenspiel von Licht, Luft, Wärme und Wasser aus der Erde und dem Kosmos eine Pflanze wie die Weinrebe entstehen lässt. Der daraus gewonnene Wein kann eine Geruchs- und Geschmacksvielfalt aufweisen, die man bei keinem einem anderem Getränk findet.

 

Es ist jedes Jahr wieder spannend, die Stadien von der Entstehung der neuen Triebe über das Wachstum bis zur Traubenreife und weiter über die Vinifizierung im Keller bis hin zum fertigen Wein zu begleiten.

 

Ich ganzes Streben gilt der Herstellung von Weinen höchstmöglicher Qualität und individuellem Charakter im Einklang mit der Natur:

 

Im Weingarten (Grün angeführte Tätigkeiten entsprechen den Richtlinien des biologischen Weinbaues)

Die weiteren Tätigkeiten dienen zur Erzielung einer hohen Qualität und schonender Rebstockbearbeitung

 

+ Weitgehende Handarbeit bei allen Pflegemaßnahmen statt rebenstrapazierendem Maschineneinsatz

 

+ Bodenbegrünung zur Förderung der Humusbildung und des Bodenlebens statt offener, weitgehend toter Böden               

+ Kompost- und Stalldünger statt Kunstdünger, zum Erhalt der Fruchtbarkeit

 

+ Mechanische Unterstockpflege statt Herbizid-Einsatz, welcher den Graswuchs abtötet und die Rebe schädigt

 

+ Spritzungen mi in der Natur vorkommenden Stoffen das sind Schwefel und Kupfer

 

+ Schonende Rebenpflege bei allen Schnitt- und Laubarbeiten statt grobem Maschineneinsatz

 

+ Kurzer Rebschnitt mit geringem Traubenansatz zur Konzentrierung der Inhaltsstoffe in weniger Trauben

 

+ Bewuchsregulierung durch kontrollierte Traubenausdünnung in der Reifephase - bei der Rebe herrscht ein direkter            Zusammenhang zwischen Quantität und Qualität - weniger Quantität bedeutet höhere Qualität

 

+ Gut entwickelte, gepflegte und somit leistungsfähige Laubwand zur Lieferung vieler Assimilate statt kurzer Triebe die mehr Assimilate verbrauchen als sie abgeben

 

+ Luftig gestellte Trauben durch gezielte Blätterentfernung in der Traubenzone zur Verminderung der Fäulnisgefahr

 

+ Schonende Handlese um die Tauben nicht zu verletzen und dadurch ein unkontrolliertes Angären in den Lesebehältern zu vermeiden

 

+ Akribisches Aussortieren kranker und gefaulter Beeren zum Erhalt reintöniger Weine - ausgenommen die Edelfäule              Botrytis, welche bei höheren Prädikaten erwünscht sein kann

 

+ Schonender Traubentransport in kleinen Kisterln zum Keller damit sich die Trauben nicht gegenseitig aufdrücken

 

Wie alles begann: Schauen, überlegen, notieren. Lesen, fragen, planen. ausführen ...

Versuch - Fehler - Korrektur - und das in rascher Reihenfolge: so lernt man am schnellsten - seit diesem Foto sind etliche Jahre vergangen - und jedes Jahr bringt neue Herausforderungen. Dadurch bleibt der Weinbau immer spannend.

Samuel Barclay Beckett sagt es mit anderen Worten:

 

Ever tried.

Ever failed.
No matter.
Try again.
Fail again.
Fail better.