Bedeutung von Qualitätswein und DAC

Um als Qualitätswein zu gelten, muss jeder Wein die Prüfung der zuständigen staatlichen Kommission durchlaufen. Dabei wird der Wein in seinen Werten analysiert und eine Kostkommission beurteilt mittels Sinnenprüfung ob der Wein den Anforderungen hinsichtlich Aussehen, Geruch und Geschmack entspricht. Wenn alle Anforderungen erfüllt werden erhält der Wein die staatliche Prüfnummer und darf von da an als Österreichischer Qualitätswein mit staatlicher Prüfnummer bezeichnet werden. Die sogenannten DAC-Weine liegen noch eine Stufe höher. Sie müssen neben den Kriterien für Qualitätswein gebietstypisch schmecken und weitere gebietstypische Anforderungen erfüllen die je nach Weinbaugebiet unterschiedlich sind. DAC bedeutet "Districtus Austriae Controllatus". DAC ist den sogenannten Leitsorten des jeweiligen Gebietes vorbehalten. In Niederösterreich sind dies Grüner Veltliner und Riesling. Alle anderen Sorten werden als Qualitätswein bezeichnet.


Prüfnummern-Werte meiner Weine

Gr. Veltliner 2020 Riede Steiner Kögl

Staatliche Prüfnummer         F 536/21 Qualitätsklasse              DAC Kremstal

Mostgewicht in °KMW                   19,0

Vorhandener Alkohol in Vol-%      12,7

Trockenextrakt in g/l                      20,1

Gesamtzuckergehalt in g/l              1,0

Titrierbare Säure in g/l                     6,2

Freie schwefelige Säure in g/l         31

Gesamte schwefelige Säure in g/l  93

Sinnenprüfung entsprechend          Ja

 


Gr. Veltliner 2021 Riede Steiner Kögl

Staatliche Prüfnummer      F 1170/22 Qualitätsklasse              DAC Kremstal

Mostgewicht in °KMW                   19,5

Vorhandener Alkohol in Vol-%      12,9

Trockenextrakt in g/l                      19,8

Gesamtzuckergehalt in g/l              1,0

Titrierbare Säure in g/l                     6,7

Freie schwefelige Säure in g/l         59

Gesamte schwefelige Säure in g/l120

Sinnenprüfung entsprechend          Ja

 


Gr. Veltliner 2021 Select

Riede Steiner Kögl

Staatliche Prüfnummer      F 1171/22 Qualitätsklasse              DAC Kremstal

Mostgewicht in °KMW                   20,0

Vorhandener Alkohol in Vol-%      13,2

Trockenextrakt in g/l                      20,3

Gesamtzuckergehalt in g/l              2,9

Titrierbare Säure in g/l                     6,6

Freie schwefelige Säure in g/l         48

Gesamte schwefelige Säure in g/l112

Sinnenprüfung entsprechend          Ja

 

Riesling 2020 Riede Steiner Kögl

Staatliche Prüfnummer         F 537/21 Qualitätsklasse              DAC Kremstal

Mostgewicht in °KMW                   20,5

Vorhandener Alkohol in Vol-%      13,3

Trockenextrakt in g/l                      24,1

Gesamtzuckergehalt in g/l              6,4

Titrierbare Säure in g/l                     6,4

Freie schwefelige Säure in g/l         21

Gesamte schwefelige Säure in g/l  96

Sinnenprüfung entsprechend          Ja

 


Riesling 2021 Riede Steiner Kögl

Staatliche Prüfnummer      F 1173/22 Qualitätsklasse              DAC Kremstal

Mostgewicht in °KMW                   21,0

Vorhandener Alkohol in Vol-%      14,1

Trockenextrakt in g/l                      24,8

Gesamtzuckergehalt in g/l              2,9

Titrierbare Säure in g/l                     8,1

Freie schwefelige Säure in g/l         52

Gesamte schwefelige Säure in g/l111

Sinnenprüfung entsprechend          Ja

 

Sauvignon Blanc 2020  Steiner Kögl

Staatliche Prüfnummer         F 538/21 Qualitätsklasse        Qualitätswein NÖ

Mostgewicht in °KMW                   19,5

Vorhandener Alkohol in Vol-%      13,2

Trockenextrakt in g/l                      19,0

Gesamtzuckergehalt in g/l              1,0

Titrierbare Säure in g/l                     6,8

Freie schwefelige Säure in g/l         21

Gesamte schwefelige Säure in g/l  73

Sinnenprüfung entsprechend          Ja

 


Sauvignon Blanc 2021  Steiner Kögl

Staatliche Prüfnummer      F 1174/22 Qualitätsklasse     Qualitätswein   NÖ

Mostgewicht in °KMW                   21,0

Vorhandener Alkohol in Vol-%      14,1

Trockenextrakt in g/l                      21,9

Gesamtzuckergehalt in g/l              2,4

Titrierbare Säure in g/l                     7,2

Freie schwefelige Säure in g/l         39

Gesamte schwefelige Säure in g/l137

Sinnenprüfung entsprechend          Ja


Merlot 2019 Riede Steiner Kögl

Staatliche Prüfnummer      F 1012/20 Qualitätsklasse              Qualitätswein

Mostgewicht in °KMW                   19,0

Vorhandener Alkohol in Vol-%      12,1

Trockenextrakt in g/l                      29,7

Gesamtzuckergehalt in g/l              1,0

Titrierbare Säure in g/l                     5,4

Freie schwefelige Säure in g/l         40

Gesamte schwefelige Säure in g/l  62

Sinnenprüfung entsprechend          Ja

 

CabernetSauvignon2019SteinerKögl

Staatliche Prüfnummer      F 540/21 Qualitätsklasse              Qualitätswein

Mostgewicht in °KMW                   20,0

Vorhandener Alkohol in Vol-%      12,8

Trockenextrakt in g/l                         30

Gesamtzuckergehalt in g/l              1,0

Titrierbare Säure in g/l                     5,2

Freie schwefelige Säure in g/l         38

Gesamte schwefelige Säure in g/l  83

Sinnenprüfung entsprechend          Ja

 

Sektgrundw. Cabernet S. 2019 Rosé

Staatliche Prüfnummer         F 539/21 Qualitätsklasse              Qualitätswein

Mostgewicht in °KMW                   19,5

Vorhandener Alkohol in Vol-%      12,8

Trockenextrakt in g/l                      25,3

Gesamtzuckergehalt in g/l              1,0

Titrierbare Säure in g/l                     8,2

Freie schwefelige Säure in g/l           9

Gesamte schwefelige Säure in g/l  33

Sinnenprüfung entsprechend          Ja

 


Bedeutung von Schwefel im Wein

Was im Zusammenhang mit den Prüf-Nummer-Werten wichtig erscheint aber nicht auf dem Etikett aufscheint, ist der im Wein enthaltene Schwefel. Dieser verhindert Oxydation, unterdrückt Bakterien und bindet sogenannte Aldehyde ab. Die gesetzliche Obergrenze liegt bei 50 mg/l in sogenannter freier Form und 200 mg/l als Gesamtmenge bei Weißwen.  Bei Rotweinen lauten die Grenzwerte 50mg/l freies und 150 mg/l gesamtes SO2. Wieviel Schwefel ein Wein tatsächlich aufweist hängt von vielen Faktoren ab wobei ein gesundes Lesegut und einer sauberen Verarbeitung mit geringen mechanischen Belastungen die größte Bedeutung zukommt. Meine Weine weisen wie aus den Prüfnummern ersichtlich, durch ausschließliche Verwendung von gesunden Traubengut und extrem schonender Behandlung deutlich niedrigere Werte als die möglichen Höchstwerte auf und sind dadurch besonders bekömmlich. 

Behandlung von Trauben und Most bis zur Weinwerdung

Die schonende Behandlung meiner Weintrauben bis zum Einfüllen in die Presse sieht wie folgt aus: Handlese mit Besichtigung jeder Traube von allen Seiten und Auszupfen von nicht einwandfreien Beeren. Einfüllen der Trauben in kleine Kisten mit 20 kg Fassungsvermögen. Dadurch wird eine Quetschung der Trauben weitgehend vermieden und sie kommen unversehrt beim Weinkeller an. Im Weinkeller werden die Beeren mit einem aufwendigen Rebler von den Stielgerüsten getrennt und leicht gequetscht damit der Saft besser austreten kann. Diese sogenannte Maische wird dann - wiederum in Handarbeit - mit Kisten in die Presse eingefüllt. Dadurch wird ein Abrieb, wie er durch Pumpen zustande kommt und dabei Bitterstoffe freisetzt, vermieden. In der Presse werden die Beeren mit maximal 1,5 bar ausgepresst wobei ein sogenanntes "Schaumwein-Programm" zur Anwendung kommt. Dieses führt die Drucksteigerung in sehr kleinen Schritten und über einen längeren Zeitrum durch. Durch diese sanfte Pressweise werden ebenfalls aus den Schalen austretende Bitterstoffe auf ein Minimum reduziert. Der so gewonnene Most wird in einen Absetzbehälter geleitet. Dies ist ein Zwischenbehälter zwischen Presse und Gärbehälter. In diesem setzen sich über Nacht Trub und eventuelle sonstige Verunreinigungen der Beeren ab. Am nächsten Morgen wird der geklärte Most in den Gärbehälter geleitet. Die Mostbewegungen von der Presse zum Absetzbehälter und weiter zum Gärbehälter finden dabei jeweils nur durch Schwerkraft, also ohne Pumpen, statt. Die Gärung selbst läuft dann Temperatur-gesteuert ab wobei auch immer wieder Hefenährstoffe zugefügt werden, damit eine reintönige Vergärung gesichert ist. Nach erfolgter Vergärung wird der Wein mit Scherkraft sowie mit Kübeln in den Lagerbehälter umgefüllt. Mit dieser Methode wird ein Maximum an Gärungs-CO2 im Wein erhalten. Anschließend erfolgt eine Schwefelzugabe in geringst möglichem Ausmaß und der Wein reift auf der sogenannten Feinhefe, welche beim Umziehen mitgenpmmen wird, zum vollen Genuss heran. Vor der Abfüllung erfolgt die einzige Pumpbewegung mit gleichzeitiger Filterung in den Abfüllbehälter. Von diesem aus wird er fertige Wein wiederum nur mit Schwerkraft und unter Anwendung eines sogenannten Stellelhahnes in die Flaschen gefüllt. Dieser Steffelhahn besitzt zwei lange Rohre, die bis auf den Grund der Flaschen reichen. Dadurch befüllt der Wein von unten her die Flasche statt wie sonst üblich von oben nach unten mit "Hineinplätschern" des Weines in die Flasche. Damit wird wiederum ein CO2-Austritt verhindert. Der so zum Genuss fertig gestellte Wein ist damit ein in Summe extrem schonend behandeltes Endprodukt einer langen Kette von Einzelvorgängen, die in Summe dazu führen dass der Wein im Glas "lebt" und besonders mundet.